Innovationen für den Klimaschutz

Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit unterschiedlichen Formen von Innovation im Kontext von Klimaschutz, z.B. im Bereich der technologischen Entwicklung, von Produktionsprozessen aber auch bezüglich der Entwicklung neuer Geschäftsfelder (etwa durch die Neukombination von unterschiedlichen Produkten und Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der Digitalisierung).

Alle diese verschiedenen Ausprägungen spielen bei der Bewältigung des Klimaschutzes durch Unternehmen eine wichtige Rolle. Neben emissionsarmen Herstellungsmethoden geht es dabei auch um neue, klimaschutzfreundlichere Produkte als Möglichkeit, von einem sich entwickelnden Markt für klimafreundliche Angebote zu profitieren. Dabei spielen die Nachfrageebene sowie das Verbraucherverhalten eine entscheidende Rolle.

Konkrete Themen könnten dabei aus den folgenden Bereichen stammen: Innovationsförderung (in Unternehmen und extern, Rolle von Startups, Finanzierung und Marktzugang, „valley of death“ überwinden), das Potenzial der zunehmenden Digitalisierung (z.B. Smart City, Smart Living, Smart Factory (IT, Telekommunikation, Kommunen)) oder auch die Innovationskraft bestimmter Wirtschaftszweige (etwa Handwerksbetriebe, produzierendes Gewerbe und mögliche Kooperationen).

Status der Arbeitsgruppe

Die fünfte Sitzung der AG „Innovationen für den Klimaschutz“ fand am 01. Juli 2019 bei EY in Köln statt. In der vorangegangenen Sitzung wurden in einem Design Thinking Workshop unter professioneller Anleitung von EY zwei Produkte zu der Thematik „klimaneutrale Geschäftsreise“ entwickelt. Die Sitzung am 01. Juli diente nun der Weiterentwicklung und Finalisierung der Ideen, insbesondere vor dem Hintergrund des AG-übergreifenden Treffens im September.

Unterstützt wurde die Weiterentwicklung von Mario Zenk (Deutsche Telekom AG), der in einem Vortrag darlegte, wie Innovationen aus der Belegschaft der Telekom in einem strukturierten Verfahren ausformuliert und entwickelt werden. Ziel des Verfahrens ist die Präsentationsreife der Innovationen um damit eine Chance auf Förderung durch ein unternehmensinternes Innovationsbudget zu bekommen.

Die beiden weiterentwickelten Ideen waren:

ECO Trip: Der Prototyp der ersten Gruppe stellt eine Travelagent-App dar, die an den Schnittstellen von Terminplanungs- und Reisebuchungssoftware ansetzen soll und so als Bindeglied dient. Entsprechend können so auf der Datengrundlage der bspw. in Outlook erfassten Termine in der App direkt Geschäftsreisen gebucht werden. Im Hinblick auf das Ziel der CO2-Emissionsreduktion gibt es in der App die Option, bestimmte Parameter (CO2-Emission / Schnelligkeit / Privatsphäre) einzustellen, um sich daran angepasst Reisebuchungsoptionen anzeigen zu lassen und diese auch direkt kompensieren zu können.

ICE als Co-Working Space“: Der Prototyp sieht einen neuen Bahnservice vor, welcher gezielt auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden ausgerichtet ist. Voraussetzung dafür ist eine Modifikation bestehender oder Entwicklung neuer Wagons, die entsprechende Working Spaces für Gruppen, als auch für den Einzelnen bieten. Entscheidend dabei ist, dass die neuen Working Spaces in der Bahn visuell abgeschirmt und schalldicht sind, um so im Vergleich zum Status Quo ein ungestörtes Arbeiten zu ermöglichen. Übergeordnetes Ziel im Hinblick auf den Klimaschutz ist es, das Bahnfahren im Vergleich zu seinen klimaschädlicheren Fortbewegungsalternativen für Geschäftsreisende wieder attraktiver zu machen.

Beide Produkte werden in der Zeit bis zur sechsten AG-Sitzung im September von kleinen Arbeitsgruppen weiterentwickelt und für eine Präsentation im größeren Plenum des Dialogforums vorbereitet.

Für den Zugang zu den Unterlagen der AG-Sitzung loggen Sie sich bitte als TeilnehmerInnen im internen Bereich ein. Wir informieren die TeilnehmerInnen per Mail sobald diese verfügbar sind.

Fragen die in der Arbeitsgruppe besprochen werden könnten

  • Welche externen Faktoren beeinflussen die klimaschutzbezogene Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen (gesetzlicher Rahmen, Finanzierung, Verbraucherverhalten)?
  • Wie kann Innovationskultur für mehr Klimaschutz innerhalb von Unternehmen gestärkt werden?
  • Wie können Kooperationen für sektorübergreifende Lösungen angebahnt und realisiert werden?

Mögliche Ergebnisse

  • Lösungen/Ansätze, wie Kooperationen zwischen unterschiedlichen Unternehmen gefördert werden können um Innovationen zu fördern und nachhaltig zu machen.
  • Definierte Felder und Anwendungsbereiche, in denen sich Digitalisierung und Klimaschutz überschneiden – und mögliche Schritte zu deren Realisierung als Geschäftsfelder.
  • Empfehlungen zur Innovationsförderung in Unternehmen und durch die Politik.

Adressaten der Arbeitsgruppe

Personen aus Unternehmen, die Klimaschutz – und Effizienzprodukte anbieten und das Potential für sektorübergreifende Lösungen sehen. Angesprochen werden u.a auch digitale Startups (auch interne Startups)  oder innovationsgetriebene Mittelständler. Jedoch könnten auch RepräsentantInnen von emissionsintensiven Unternehmen von Interesse sein, bei denen ggf. der Innovationsdruck langfristig zunimmt.

Infos zu kommenden Sitzungen finden Sie unter Veranstaltungen.

(Zur Anzeige der Termine ist ein einloggen nötig.)

Moderation der Arbeitsgruppe

Moderation:

Markus Göddertz, Deutsche Telekom AG

Dr.-Ing. Hans-Jörn Weddige, thyssenkrupp AG

Inhaltliche Unterstützung:

  • Michael Kölzer, Hochtief AG
  • Christoph Zeiss, Wuppertal Institut
  • Dipl. Ing. Nadine Braun, EY

Weiter­führende Informa­tionen

Stichwörter:
Innovation; Forschung & Entwicklung, Ecopreneurs; Start-Up; Digitalisierung; Design Thinking

Eindrücke aus der vierten AG-Sitzung:

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