Klimafreundliche Lieferketten

Ein Großteil der Treibhausgasemissionen deutscher Unternehmen wird in der vorgelagerten Lieferkette produziert. Daraus ergibt sich ein großes Potential für den Klimaschutz. Allerdings sind Lieferketten heutzutage global, hochkomplex und umfassen eine erhebliche Anzahl spezialisierter Akteure, was den Klimaschutz in der Lieferkette für Unternehmen zu einer Herausforderung werden lässt.

Möglichkeiten für den Klimaschutz in der Lieferkette gibt es viele: vom Lieferketten-übergreifenden Dialog und Wissenstransfer, über gemeinsame Energieeffizienzprojekte im Zulieferbetrieb, bis hin zu festen Standards und Kriterien bei der Auswahl der Lieferanten.

Die AG „Klimafreundliche Lieferkette“ beschäftigt sich gemeinsam mit diesen Themen und wird mögliche Lösungen für möglichst viele Branchen diskutieren. Dabei soll es einen Austausch zu den unterschiedlichen Ansätzen in Unternehmen und dessen methodische Weiterentwicklung geben. In diesem Zusammenhang können bspw. auch zukünftige Herausforderungen, wie carbon pricing, carbon tax und weitere Themen besprochen werden.

Status der Arbeitsgruppe

Im Rahmen der AG „Klimafreundliche Lieferkette“ wurden mittlerweile drei Arbeitssitzungen abgehalten. Zunächst wurden als wesentliche inhaltliche Ausrichtung der AG die Themen „Erhöhung der Transparenz“ über die Klimafreundlichkeit der Lieferkette und der daraus entstehenden wesentlichen Herausforderungen sowie „Konkrete Ansätze und Klimaschutzmaßnahmen“ bezüglich der Lieferkette festgelegt. Bei jeder Sitzung wurden thematische Einführungen durch Impulsvorträge geleistet. In der dritten AG-Sitzung wurde die Initiative der Chemiebranche „Together for Sustainability“, sowie der Ansatz eines Unternehmens zur Erfassung und Verbesserung der Klimawirkung der Lieferkette vorgestellt.

In kleineren Untergruppen wurden die folgenden Fragestellungen erarbeitet:

  • Welche Systeme nutzen Sie zum Monitoring, Management oder zur Quantifizierung der Emissionen in der Lieferkette?
  • Was wird für das Ziel „Klimafreundliche Lieferkette“ benötigt?

In der großen Runde wurden anschließend die Herausforderungen bei der Erhebung der Primärdaten diskutiert. Dabei wurde auch auf die bisher erzielten Erfolge und Lösungsansätze in den jeweiligen Häusern eingegangen. Die Harmonisierung der Ansprache der Lieferanten stellt dabei ein Kernelement zur Erhöhung der Bereitschaft zur Mitarbeit dar.

Die nächste AG-Sitzung wird am 22. Januar 2019 bei EY in Berlin stattfinden. Diese hat zum Ziel, mit einer innovativen Workshop-Methode ein Konzept für eine digitale Lösung zu entwickeln, das durch Effizienz und Transparenz die Herstellung klimafreundlicher Lieferketten unterstützt und insbesondere die identifizierten Herausforderungen überwindet. Zur Vorbereitung des Workshops wird am 30. November 2018 ein Webcast abgehalten.

Für den Zugang zu den Unterlagen der AG-Sitzung loggen Sie sich bitte als TeilnehmerInnen im internen Bereich ein. Die Protokolle sind aktuell noch in Abstimmung. Wir informieren die TeilnehmerInnen per Mail sobald diese verfügbar sind.

Fragen die in der Arbeitsgruppe besprochen werden könnten

  • Wie können Unternehmen gemeinsam mit ihren Lieferanten an der Verbesserung der Umweltbilanz arbeiten (carbon footprint etc.)?
  • Was sind die Herausforderungen insbesondere für mittelständische Unternehmen im In- und Ausland, um den hieraus erwachsenden Anforderungen gerecht zu werden? Wie sehen Lösungen aus, die hinreichend profund sind, aber keine Organisation überfordern?
  • Wie kann Digitalisierung der Beschaffungsprozesse wie der Materialwirtschaft im Allgemeinen zur Erhöhung der Transparenz in der Lieferkette genutzt werden?
  • Wie lassen sich kurzfristig ausgerichtete, aber strategisch suboptimale Beschaffungsentscheidungen vermeiden? Was muss in den Prozessen und beim Aufbau der Lieferkette berücksichtigt werden?
  • Gibt es Beispiele, wie gemeinsame Produkt- und Geschäftsmodellentwicklung mit positiven Umwelteffekten über die Lieferkette hinweg geschafft wurde? Was waren die Erfolgsfaktoren?
  • Wer ist der Treiber – der Kunde, Lieferant oder Gesetzgeber?

Mögliche Ergebnisse

  • Die Identifikation von verallgemeinbaren Use Cases, in denen Angebote für Produkte mit klimafreundlicher Lieferkette einen Wettbewerbsvorteil bilden.
  • Eine Zusammenstellung, welche Anforderungen Kunden an die Dokumentation von Lieferketten im Rahmen einer Emissionsbilanzierung haben.
  • Toolbox

Adressaten der Arbeitsgruppe

Adressaten sind solche Unternehmen, die mit Ihren Produkten Teil einer Lieferkette sind, die sie emissionsseitig bilanzieren und klimafreundlich gestalten wollen.

Infos zu kommenden Sitzungen finden Sie unter Veranstaltungen.

(Zur Anzeige der Termine ist ein einloggen nötig.)

Moderation der Arbeitsgruppe

Moderation:

Michael Kölzer, Hochtief AG

Robert Seiter, EY

Inhaltliche Unterstützung:

  • Melanie Kubin-Hardewig, Deutsche Telekom AG
  • Hans-Martin Obermann, REWE Group

Weiter­führende Informa­tionen

Stichwörter:
Scope 3; Supply Chain; CDP; carbon pricing; carbon tax

Eindrücke der ersten AG-Sitzung am 8. März:

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