Klimafreundliche Logistik

+ + +   Neuausrichtung der AG hin zum Thema "Urbane Logistik"   + + +

Logistik und Transport verursachen gemäß WEF (World Economic Forum)-Studien derzeit mehr als 5,5% aller CO2-Emissionen weltweit, und das mit steigender Tendenz. Laut Fraunhofer ISI ist der Anteil der Logistik an den Emissionen des Lebenszyklus von Produkten mit 5-15% nicht vernachlässigbar und bietet hohes Potential zur Verbesserung. Dies gilt sowohl für die Beschaffung von Rohstoffen und Komponenten, als auch für die Distribution sowie Zustellung von Fertigwaren zum Kunden.

Um die Potentiale zu heben und die Emissionen während des Transportes von Gütern zu senken, müssen neue Wege gegangen werden – Logistik ist nicht nur eine Frage der eingesetzten Technologie, sondern auch eine Frage der Gesamtkonzeption (z.B. Urbane Logistik).

Die Multidimensionalität des Themas stellt viele Unternehmen vor Herausforderungen und individuelle Fragestellungen: Was ist der passende Ansatz für uns, welche Stellschrauben müssen wir wann und wo drehen und was ist unsere Gesamtstrategie?

  • Liegt der Schlüssel bei weniger Kraftstoffverbrauch, erhöhter Energieeffizienz (burn less) oder in alternativen Antrieben und Antriebsformen (burn clean)?
  • Wo können wir am meisten bewirken, bei den Überlandverkehren (line-haul), auf der Letzten Meile (last mile) oder in der Intralogistik?
  • Reicht ein Wechsel der Technologie aus (z.B. alternative Antriebe, Kraftstoffe, Reifen, aerodynamische Maßnahmen)? 
  • Wie können wir unser Ökosystem und unsere Kooperationen nutzen, um branchenübergreifende, integrierte Lösungen zu gestalten (z.B. Austausch, Zusammenarbeit, Plattformen)?

Die AG „Klimafreundliche Logistik“ beschäftigt sich mit praxistauglichen Beispielen von klimaeffizienten Transport- und Logistikkonzepten sowie mit innovativen neuen Ansätzen und stellt deren Übertragbarkeit auf Unternehmen und andere Branchen heraus.

Status der Arbeitsgruppe

Die zweite Sitzung der AG „Klimafreundliche Logistik“ wird am 5. September 2018 stattfinden. Auf Basis der Ergebnisse der ersten Sitzung wurde zwischen Steering Committee und Projektteam eine Neu-Ausrichtung der Arbeitsgruppe erarbeitet.

Die innerstädtische Logistik gerät durch unterschiedliche Faktoren, wie z.B. dem zunehmenden Onlinehandel, der Knappheit an Flächen und einem, durch die fortschreitende  Urbanisierung, gesteigerten Bedürfnis an mehr Lebensqualität, zunehmend unter Druck. In Folge führen die daraus resultierenden negativen Aspekte wie bspw. eine verschlechterte Luftqualität und stockender Verkehr zu regulatorischen Gegenmaßnahmen.

Daher wird das Thema „urbane Logistik“ zum neuen Überthema der AG „Klimafreundliche Logistik“. Die zweiten Sitzung wird sich im ersten Schritt dem Thema „Urbane Güterlogistik” widmen.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es Städten und Unternehmen im Bereich „klimafreundliche urbane Logistik“ zu fördern und unterschiedliche Projekte und Piloten zusammenzubringen. Fokus wird dabei auf der Vorstellung von Best-Practices liegen, vor allem sollen aber die Hindernisse identifiziert werden, die ein „upscaling“ der Projekte auf einen bundesweiten Maßstab verhindert.

Fragen die in der Arbeitsgruppe besprochen werden könnten

  • Welche technologischen (Weiter-)Entwicklungen werden benötigt, um sowohl Line-haul-Verkehre als auch die letzte Meile klimafreundlicher zu gestalten (z.B. alternative Antriebe)?
  • Wie lassen sich Verkehre der „letzten Meile“ bündeln, wer sind geeignete Kooperationspartner, welche technischen Entwicklungen sind notwendig?
  • Wer kann alternative Verkehrswege, zur Entlastung der Straßen, nutzen, welche Entwicklungen und Rahmenbedingungen sind erforderlich?
  • Wie lassen sich „diffuse Verkehrswege“ optimieren/bündeln, um v.a. Leerfahrten zu vermeiden?
  • Welche Bausteine sind sinnvoll für integrierte Konzepte im Bereich der innerstädtischen Logistik (z.B. City Hub, Mikro-Hub, Bündelung, Lastenräder, eFahrzeuge) und welche Rahmenbedingungen müssen dafür geschaffen werden?
  • Wie kann ein stärkerer Austausch im Ökosystem stattfinden um nachhaltige Lösungen zu schaffen (z.B. durch Erfahrungsaustausch, Best Practices, Veranstaltungen, Kooperationen)

Mögliche Ergebnisse

Ergebnisse könnten neben einem aktiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmer konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik sein. Ggf. können in der AG auch eigene Piloten oder Projekte entwickelt werden.

Adressaten der Arbeitsgruppe

  • Unternehmen, branchenübergreifend, die eigene Logistikketten betreiben und diese klimaeffizient gestalten wollen.
  • Städte und Gemeinden, die bereits Piloten oder Projekte im Bereich „Klimafreundlicher urbaner Logistik“ haben oder planen.
  • Sonstige externe Logistikdienstleistungen werden in der AG "Klimafreundliche Lieferketten" betrachtet.
  • Die Anpassung an den Klimawandel wird in dieser AG nicht als Schwerpunkt gesehen.

Infos zu kommeden Sitzungen finden Sie unter Veranstaltungen.

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Moderation der Arbeitsgruppe

Moderation:
Bjoern Hannappel, Deutsche Post DHL Group

Sebastian Schumann, REWE Group

Inhaltliche Unterstützung:

  • Tobias Merten, EY
  • Hans-Martin Obermann, REWE Group
  • Dr. Sebastian Schunk, Siemens AG

Weiter­führende Informa­tionen

Stichwörter:
Alternative Antriebe; E-Mobility; Elektromobilität; autonomes Fahren; vernetzte Mobilität

Eindrücke der ersten AG-Sitzung am 8. März:

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