Unternehmensbezogene Klimaschutzziele

In der Arbeitsgruppe „Unternehmensbezogene Klimaschutzziele“ wird über konkrete Beiträge der Unternehmen zur Umsetzung des Paris Agreements und deren Ansätze diskutiert.

Klimaschutzziele haben in der Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens eine herausragende Bedeutung. Nach außen signalisieren sie Kunden, Shareholdern und Politik, dass sich das Unternehmen strategisch mit den zukünftigen Rahmenbedingungen, die sich aus dem Paris Agreement ergeben werden, auseinandersetzt, zu dessen Zielen bekennt und zu eigenen, konkreten Beiträgen verpflichtet und damit nachhaltig wirtschaftet. Nach innen helfen Klimaschutzziele die Thematik sowohl in der Führungsebene, bspw. bei Investitionsentscheidungen, als auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verankern, auch im Sinne eines konkreten Beitrages jedes Einzelnen.

In der Arbeitsgruppe geht es vor allem darum, neben aktuellen Themen wie Science Based Targets oder TCFD, Erfahrungen über Ansätze und Methoden austauschen. Das beginnt beim Thema Zielsetzung und wie langfristig die Zielerreichung überprüft werden kann. Darüber hinaus können Themen wie die interne Kommunikation von Klimaschutzzielen, deren Ermittlung, Festlegung und Verbindlichkeit besprochen werden, wie auch die Verknüpfung dieser mit Vergütungssystemen.

Status der Arbeitsgruppe

Die vierte Sitzung der AG „Unternehmensbezogene Klimaschutzziele“ fand am 17. Januar 2019 bei der E.ON SE in Essen statt. Im Fokus standen drei Impulsvorträge und die weitere Konkretisierung der Arbeitsergebnisse innerhalb der Untergruppen.

Folgende drei Impulsvorträge wurden zu Beginn der Sitzung gehalten:

  • Impulsvortrag zum Thema „Energy for Tomorrow“ durch David Radermacher (E.ON SE).
  • Impulsvortrag zur neuen Studie „Umsetzung des Klimaschutzplans 2050“ durch Kai Schlegelmilch (BMU).
  • Impulsvortrag zur „Klimapfade für Deutschland“ - Studie durch Philip Nuyken (BDI).

Im Anschluss fanden sich die Teilnehmer in ihren Untergruppen zusammen um die Themen und Aufgaben aus der 3. AG-Sitzung, sowie die Zeitplanung und gruppeninterne Treffen zu diskutieren. Folgende Ergebnisse wurden erarbeitet und vorgestellt:

Untergruppe 1: Weißbuch

Im Rahmen der Untergruppe „Weißbuch WmK“ soll in einer Publikation (sog. „Weißbuch“) ein Überblick über die Herausforderungen des Klimaschutzes in Unternehmen geschaffen und die sich daraus ergebenden Handlungsempfehlungen für Politik und andere Stakeholder adressiert werden. Die Grundstruktur hierfür wurde bereits festgelegt.

Untergruppe 2: Interne Bepreisung von CO2

Innerhalb der Untergruppe 2 wurde die Herausforderung identifiziert, dass Unternehmen, bzw. MitarbeiterInnen in den operativen Abteilungen, üblicherweise einen Business Case benötigen, um Klimaschutzmaßnahmen intern genehmigt zu bekommen. Aus diesem Grund will die UG „Interne Bepreisung von CO2“ für das gleichnamige Konzept einen praxisnahen Leitfaden für die Anwendung in Unternehmen erstellen. Die Grundstruktur hierfür wurde ebenfalls bereits festgelegt.

Untergruppe 3: Kommunikation von komplexen Klimathemen

Innerhalb der Untergruppe 3 wurde die Herausforderung identifiziert, dass Unternehmen, bzw. MitarbeiterInnen in den operativen Abteilungen, oftmals Schwierigkeiten haben, das komplexe Thema Klimaschutz prägnant und verständlich an interne Stakeholder wie das Management oder an die breite Mitarbeiterschaft zu kommunizieren. Daher soll eine Handlungsempfehlung im Baukastenformat für die interne Kommunikation von Klimathemen erstellt werden.

Untergruppe 4: Vermiedene Emissionen

Die Untergruppe „Vermiedene Emissionen“ möchte einen Leitfaden für Unternehmen zur Anwendung der Kategorie „Vermiedene Emissionen“ im unternehmerischen Kontext entwickeln. Gemeint sind solche Emissionen, die durch die Geschäftstätigkeit des Unternehmens vermieden werden; wobei die genaue Definition noch abgestimmt wird. Wichtig ist dabei ein praktikables und belastbares Konzept für die Erhebung und Kommunikation dieser Emissionskategorie zu entwickeln.

Die 5. AG-Sitzung wird am 6. Mai 2019, vorrausichtlich bei der REWE Group in Köln, stattfinden.

Für den Zugang zu den Unterlagen der AG-Sitzung loggen Sie sich bitte als TeilnehmerInnen im internen Bereich ein. Die Protokolle sind aktuell noch in Abstimmung. Wir informieren die TeilnehmerInnen per Mail sobald diese verfügbar sind.

Fragen die in der Arbeitsgruppe besprochen werden könnten

  • Welche Methoden werden in unterschiedlichen Branchen angewandt und gibt es Erfahrungen, die weitergegeben bzw. übertragen werden können?
  • Welche Strategien waren für die interne Ermittlung und Vermittlung und Integration der Klimaschutzziele erfolgreich und lassen sich daraus allgemeine Lehren ziehen?
  • Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich für mittelständische Unternehmen im Hinblick auf Zielsetzungen?
  • Was fehlt Unternehmen, um Ziele zu setzen und welche Tools werden benötigt?

Mögliche Ergebnisse

  • Austausch und Inspiration zu emissionsmindernden Strategien als Grundlage für die Etablierung eigener Unternehmensziele.
  • Festlegung von Mindestanforderungen für die Ermittlung und Benennung von Klimazielen im Sinne einer verbindlichen und belastbaren Zielsetzung.

Adressaten der Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen, die für die strategische Ausrichtung und/oder Controlling hinsichtlich Klimaschutz direkt oder indirekt zuständig sind. Wie alle Arbeitsgruppen des Dialogforums wollen wir in der Arbeitsgruppe sektorübergreifend arbeiten und haben hier daher keine Einschränkungen.

Infos zu kommenden Sitzungen finden Sie unter Veranstaltungen.

(Zur Anzeige der Termine ist ein einloggen nötig.)

Moderation der Arbeitsgruppe

Moderation:

Melanie Kubin-Hardewig, Deutsche Telekom AG

Dr. Jens Wichtermann, Vaillant Group

Inhaltliche Unterstützung:

  • Hans-Martin Obermann, REWE Group
  • Dr. Sebastian Schunk, Siemens AG
  • Dr.-Ing. Hans-Jörn Weddige, thyssenkrupp AG
  • Dipl. Ing. Nadine Braun, EY

Weiter­führende Informa­tionen

Stichwörter:
Science Based Targets; TCFD; unternehmensinterne Zielsetzungen; Carbon Tax; Carbon pricing; risikobasierter Ansatz

Eindrücke der ersten AG-Sitzung am 8. März:

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