Über das Dialogforum

In den kommenden zwei Jahren wird das im Juni 2017 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gestartete Dialogforum „Wirtschaft macht Klimaschutz“ durchgeführt.

Mit dem Ziel, die deutsche Wirtschaft zum Zweck des Klimaschutzes breit zu vernetzen, sollen Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche langfristig zusammenarbeiten. Es sollen konkrete Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen angestoßen werden, um so den Klimaschutz in der deutschen Wirtschaft voranzutreiben und wichtige Beiträge zu den Klimaschutzzielen zu erreichen.  Durch eine möglichst breite Beteiligung der Wirtschaft wird hierbei eine Vielzahl von Unternehmensperspektiven berücksichtigt und einbezogen. Ein weiteres Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis davon zu erlangen, wo es Zielkonflikte gibt und was nötig ist, um Klimaschutz konkret in Unternehmen umzusetzen.

Zur Konzeption und Durchführung des Forums hat das BMU die Ernst & Young GmbH (EY), das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie und das Ecologic Institut beauftragt. Begleitet wird das Dialogforum von einem Steering Committee, das aus Unternehmensvertretern, Politik und Wissenschaft besteht.

Der öffentliche Startschuss für das Dialogforum fiel bereits Ende Juni bei einer Auftaktkonferenz. Auf der Veranstaltung wurden die aktuelle Situation sowie Anliegen und Bedürfnisse von Unternehmen im Klimaschutz intensiv diskutiert.

Am 8. März 2018 stieg das Dialogforum mit der Arbeitsgruppen-Auftaktveranstaltung in die Arbeitsphase ein. In sechs themenspezifischen Arbeitsgruppen werden die teilnehmenden Unternehmen langfristig zusammenarbeiten und gemeinsam Strategien und praktische Maßnahmen für Klimaschutz in Unternehmen entwickeln und umsetzen. Durch einen intensiven, interdisziplinären Austausch der verschiedenen Vertreter sollen unternehmensinterne Hemmnisse im Klimaschutz identifiziert, diskutiert und überwunden werden. In den einzelnen Arbeitsgruppen werden neue Ideen, Initiativen und Maßnahmen Schritt für Schritt erarbeitet und über die Möglichkeiten zur Umsetzung entwickelt. Eine Verbreitung von bereits erfolgreichen Best Practices wird hierbei angestrebt.

Wenn Sie Interesse haben, in den kommenden zwei Jahren am Dialogforum „Wirtschaft macht Klimaschutz“ teilzunehmen, wenden Sie sich bitte an die Projektleitung oder melden sich direkt für eine der sechs Arbeitsgruppen auf dieser Website an.

Fragen und Antworten

Mit dem Ziel, die deutsche Wirtschaft zum Zweck des Klimaschutzes breit zu vernetzen, sollen Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche langfristig zusammenarbeiten. Es sollen konkrete Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen angestoßen werden, um so den Klimaschutz in der deutschen Wirtschaft im Hinblick auf nationale und internationale Zielsetzungen voranzutreiben. Durch eine möglichst breite Beteiligung der Wirtschaft wird hierbei eine Vielzahl von Unternehmensperspektiven berücksichtigt und einbezogen. Ein weiteres Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis zu erlangen, wo es Zielkonflikte gibt und was nötig ist, um Klimaschutz konkret in Unternehmen umzusetzen.

Zur Konzeption und Durchführung des Forums hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) die Ernst & Young GmbH (EY), das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie und das Ecologic Institut beauftragt. Begleitet wird das Dialogforum von einem Steering Committee, welches aus Unternehmensvertretern, Politik und Wissenschaft besteht.

Adressaten für die Teilnahme am Dialogforum und damit der Arbeitsgruppen sind MitarbeiterInnen aus Unternehmen oder Netzwerken aller Wirtschaftsbereiche. Diese sollten in ihrer Funktion an den Themen Klima-, Umweltschutz und/oder Nachhaltigkeit arbeiten.

Mit der Teilnahme verpflichten Sie sich lediglich zur konstruktiven Mitarbeit in den Arbeitsgruppen. Daneben freuen wir uns über möglichst große personelle Kontinuität der Teilnehmenden, so dies organisatorisch möglich ist. Eine generelle Akzeptanz der Emissionsminderungsziele der Bundesregierung wie auch der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel ist Arbeitsbasis des Dialogforums.

Die Teilnahme am Dialogforum und den damit verbundenen Veranstaltungen ist kostenlos. Aufwand, der durch die Teilnahme entsteht, bspw. Anreise oder Unterkunft bei AG-Treffen, wird allerdings von den Teilnehmenden selbst getragen.

Wenn Sie sich, als Unternehmen bzw. dessen VertreterIn, am Dialogforum beteiligen wollen, können Sie sich über diese Webseite für die Teilnahme am Dialogforum registrieren.

Sollten Sie nicht zur Adressatengruppe des Dialogforums gehören, können Sie sich hier auf der Seite sowie mit dem Newsletter über den Verlauf des Forums informieren.

Nach dem Start der Arbeitsgruppen bei der AG-Auftaktveranstaltung am 8. März 2018 in Berlin gibt es wiederkehrende Arbeitsgruppentreffen, die circa alle 3 Monate bis Ende 2019 an rotierenden Orten in der Bundesrepublik stattfinden werden (maximal 7 Treffen). Für weitergehende Informationen über Inhalt und Umfang einer Teilnahme kontaktieren Sie uns gerne unter infoprotect me ?!wirtschaft-macht-klimaschutzprotect me ?!.de.

Das Dialogforum wird mit sechs themenspezifischen Arbeitsgruppen starten, in denen die teilnehmenden Unternehmen langfristig zusammenarbeiten und gemeinsam Strategien und praktische Maßnahmen für Klimaschutz in Unternehmen entwickeln und umsetzen werden. Die AG werden folgende Themen bearbeiten:

  • Unternehmensbezogene Klimaschutzziele
  • Finanzbranche und Klimaschutz
  • Circular Economy
  • Klimafreundliche Logistik
  • Klimafreundliche Lieferketten
  • Innovationen für den Klimaschutz

Ja, es ist sogar gewünscht, dass im Laufe der Arbeit der AGs die anfänglichen Themen weiterentwickelt und an die Bedürfnisse und Themen der Unternehmen angepasst werden. Speziell hierfür werden die ersten Arbeitstreffen als Themenfindungsphase bezeichnet. Melden Sie sich im Zweifel daher erst einmal zu der Arbeitsgruppe an, die Ihrem Thema am nächsten liegt, oder melden Sie sich bei uns unter infoprotect me ?!wirtschaft-macht-klimaschutzprotect me ?!.de.

Das teilnehmende Unternehmen hat die Möglichkeit, an einem vorwärts gerichteten und branchenübergreifenden Dialogformat mitzuwirken. In diesem Rahmen soll die Möglichkeit geschaffen werden, hohes Klimaschutzengagement in Geschäftsmöglichkeiten zu verwandeln, bspw. durch entstehende Joint Ventures. Ihr Unternehmen wird Teil eines branchenübergreifenden Netzwerkes, wodurch es unter anderem die Chance bekommt, die Kontakte zu Kunden und Zulieferern, die ebenfalls TeilnehmerInnen am Dialogforum sind, zu vertiefen. Darüber hinaus präsentiert sich Ihr Unternehmen in der Öffentlichkeit als aktives und innovatives Unternehmen und kann mit seiner Teilnahme in Publikationen oder auf seiner Webseite werben.

Schließlich besteht die Möglichkeit, mit VertreterInnen des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) oder anderen Ministerien in direkten Kontakt zu kommen und sich zu den Herausforderungen und Chancen von Klimaschutzmaßnahmen in Ihrem Unternehmen auszutauschen.

In den Arbeitsgruppen werden die teilnehmenden Unternehmen langfristig zusammenarbeiten und gemeinsam Strategien und praktische Maßnahmen für Klimaschutz in Unternehmen entwickeln und umsetzen. Durch einen intensiven, interdisziplinären Austausch sollen unternehmensinterne Hemmnisse aller Art im Klimaschutz identifiziert, diskutiert und überwunden werden. Die einzelnen Arbeitsgruppen werden neue Ideen, Initiativen und Maßnahmen Schritt für Schritt erarbeiten und umsetzen. Beispiele hierfür wären:

  • Joint-Venture zwischen Grundstoffindustrie, Logistikunternehmen und Automobilindustrie zu einer klimafreundlichen Lieferkette beim Bau von Elektrofahrzeugen.
  • Austausch und Inspiration zu emissionsmindernden Strategien als Grundlage für die Etablierung eigener Unternehmensziele.
  • Verabredung zur Durchführung von unternehmensübergreifenden Klimaschutz- und Effizienzmaßnahmen, z.B. von einem Logistikdienstleister mit verschiedenen Unternehmen des produzierenden Gewerbes.

Nein. Die zu entwickelnden Maßnahmen und Initiativen tragen zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung bei, es ist aber kein spezifischer Beitrag oder eine Zielmarke definiert, die erreicht werden muss.

Die offizielle Laufzeit der Arbeitsgruppen des Dialogforums ist bis Ende 2019 beschränkt, wobei davon ausgegangen wird, dass die Umsetzung der Maßnahmen ggf. auch später erfolgt. Je nach Ergebnis der Arbeitsgruppen und Interesse der teilnehmenden Unternehmen ist ggf. eine Verstetigung des Dialogforums möglich.

Das Steering Committee ist ein beratendes Gremium für das Dialogforum. Mitglieder sind, neben Vertretern des BMU und des Projektteams, vor allem nachhaltigkeitsbezogene Entscheidungsträger namhafter Unternehmen. Neben dem konzeptionellen Beitrag werden Vertreter des Steering Committee unterschiedliche Aufgaben wie die Moderation der AGs übernehmen.

Das Dialogforum ist eine selbstständige Plattform, die Unternehmen ergebnisoffen für den Klimaschutz zusammenbringen will. Mit der Teilnahme sind keine Bekenntnisse zum Klimaschutzplan 2050 verknüpft.

Das BMU ist Initiator des Dialogforums und damit Schirmherr. Die Leitung und vor allem Weiterentwicklung des Forums wird allerdings durch das Steering Committee und die teilnehmenden Unternehmen selbst vorangetrieben. Es bietet aber den Teilnehmenden durch die aktive Teilnahme von VertreterInnen des BMU die Möglichkeit des direkten Austausches mit der Politik.

Der wesentliche Unterschied liegt vor allem darin, dass nicht wie bei anderen Projekten / Netzwerken, die Unternehmen oder Verbände unter sich bleiben, sondern das BMU (welches für Gesetzgebungen im Bereich Klimaschutz zuständig ist) und deren MitarbeiterInnen an dem Dialogforum teilnehmen und zu bestimmten Punkten Input geben.

Zudem geht es darum, gute bestehende Ansätze, die in Unternehmen entstanden sind, weiterzuentwickeln bzw. kollaborative Ansätze neu zu entwickeln.

Parallel fördert das BMU das Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ der Stiftung 2°- Deutsche Unternehmer für Klimaschutz und des WWF Deutschland. Ziel ist, die Machbarkeit einer <2°-Wirtschaft zu demonstrieren. Über einen Zeitraum von zwei Jahren erarbeiten die Förderunternehmen der Stiftung 2° und weitere ausgewählte Vorreiter-Unternehmen im Klimaschutz kooperativ Lösungen für zentrale Fragen auf dem Weg in die <2°-Wirtschaft und verankern konkrete Leuchtturmprojekte zur Emissionsminderung. Die Unternehmen aus den branchenübergreifenden Themenclustern Gebäude, Verkehr und industrielle Produktion (mit dem Schwerpunkt Metallverarbeitung) arbeiten dazu intensiv und entlang der Wertschöpfungskette zusammen.

Die beiden zeitweise parallel laufenden Vorhaben Wirtschaft macht Klimaschutz und Weg in die <2°-Wirtschaft unterscheiden sich voneinander insbesondere durch die Anzahl der teilnehmenden Unternehmen, die Zielorientierung und Laufzeiten. Nach dem Wunsch des BMU sollen sich die Vorhaben bestmöglich ergänzen und voneinander profitieren.